28.01.2017

Ehrung bei den Imker des Imkerverein Friesische Wehde.

Wären der alljährlichen Jahresveranstaltung, gemeinsames Fischessen im „Vorburger Hof“ in Neuenburg, konnte der 1.Vorsitzender Manfred Koehler, Britta Moyzes, Karl - Heinz Tapken und Dietrich Janßen mit der Silbernen Ehrennadel des Deutschen Imkerbund e. V. für 25 jähriger Vereinszugehörigkeit auszeichnen. Peter Filstedt erhielt die Auszeichnung in Bronze für 15 Jahre im Verein und im Bundesverband der Imkerschaft. Koehler hob in der Laudatio hervor, dass alle ausgezeichneten Imker auch ihren Einsatz in das Vereinsleben sehr stark mit einbringen. Britta Moyzes betreut, schon mehr als 10 Jahre, die Imker AG an der Büppeler Grundschule und sorgt so für den „Imkernachwuchs“ im Verein.

Die Bienenhaltung wird immer beliebter

Zahl der Imker in Friesland und Wilhelmshaven ist erneut gestiegen

Neuenburg / Kreis Friesland /Wilhelmshaven (EM) Das Hobby Imkerei wird im Kreis Friesland und in Wilhelmshaven immer beliebter. Mit dieser guten Nachricht begann Manfred Koehler, Vorsitzender des Kreisimkerverbandes Friesland/Wilhelmshaven, auf der jüngsten Vorstandssitzung seinen Jahresbericht: Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Bienenzüchter um fast zehn Prozent auf 183. Sie betreuen insgesamt 1094 Bienenvölker. Das sind sogar gut zwölf Prozent mehr als noch vor einem Jahr.

Dieser positive Trend deutete sich bereits im vergangenen Jahr an. Auch immer mehr jüngere Menschen fühlen sich zur Bienenhaltung hingezogen, darunter viele Frauen. Sie alle treibt nicht nur der Wunsch nach selbst erzeugtem Honig zur Imkerei. "Bienenhaltung ist weit mehr", sagt Kreisverbandsvorsitzender Koehler. Der in Varel wohnende Imker ergänzt: "Meist steckt auch der Umweltschutzgedanke dahinter. Unsere Honigbienen, ihre wilden Verwandten und andere Insekten sorgen für die Bestäubung der meisten Blütenpflanzen auf der Erde. Hinzu kommt: Rund 85 % der landwirtschaftlichen Erträge im Pflanzen- und Obstbau hängen von der Bestäubung der Honigbienen ab. Gäbe es keine Bienen mehr, müssten viele Menschen Hunger leiden."

Damit es ihren fleißigen Insekten gut geht, müssen die Imker aber auch darauf achten, dass ihre Schützlinge gesund bleiben. Der Kreiswart für Bienengesundheit, Imker Wilhelm Renken aus Zetel, konnte auf der Vorstandssitzung in der Gaststätte "Vorburger Hof" in Neuenburg die beruhigende Mitteilung machen, dass die Bienen im Verbandsgebiet von  Seuchen wie der gefürchteten Amerikanischen Faulbrut verschont geblieben sind.

Sorgen bereite allerdings weiterhin die Varroa-Milbe. Dieser kaum Stecknagelkopf große Schädling wurde vor etwa 50 Jahren aus Asien nach Europa eingeschleppt. Die Milben saugen erwachsenen Bienen das Blut aus und legen ihre Eier in die Brut der Bienen, von der sie sich ernähren. Ganze Völker können daran zugrunde gehen. Daher behandeln die Imker ihre Immen mehrmals im Jahr mit natürlichen Mitteln wie Ameisen- und Oxalsäure, um den Milben den Garaus zu machen.

Nicht müde werden die Imker auch mit ihrer Warnung vor einer steigenden Zahl von Monokulturen in der Landwirtschaft. Beispiel Maisanbau: Die oft riesigen Flächen lassen meist kaum noch Platz für eine dringend notwendige Vielfalt blühender Pflanzen, die für Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Insekten die Lebensgrundlage darstellen. Manfred Koehler: "Das Engagement für Blühflächen an Acker- und Straßenrändern und für spezielle Samenmischungen in Privatgärten ist ein Schritt in die richtige Richtung."

An bestimmten Standorten locken blühende Pflanzen wie Raps, Strandastern oder Sonnenblumen auch Imker aus anderen Gegenden in den Kreis Friesland, um ihre Bienenvölker dort aufzustellen, wie der Kreiswanderwart Hans-Dieter Hohlen aus Jever berichtete. Im vorigen Jahr gab es im Verbandsgebiet insgesamt 44 solcher Wanderungen mit 747 Bienenvölkern.

Der Verbandsvorsitzende Manfred Koehler blickt aufgrund der erneut gestiegenen Imker- und Bienenzahlen positiv in die Zukunft. Allerdings gäbe es auch immer wieder "schwarze Schafe" unter den Imkern, die sich keinem Verein anschlössen und es mit dem Schutz ihrer Bienen vor Krankheiten nicht so genau nähmen. Das berge die Gefahr der Ansteckung auch anderer, in der Nachbarschaft lebender Völker. "Darauf", so Koehler, "müssen wir ein Auge haben".

Edgar Emken

Der Imker-Kreisverband

Im Kreisimkerverband Friesland/Wilhelmshaven sind vier Vereine organisiert. Der Verein Friesische Wehde mit zurzeit 86 Mitgliedern und 545 Völkern, der Verein Jeverland (52/305), der Imkerverein Varel (10/57) und der Imkerverein Wilhelmshaven (35/187). Zusammen betreuen diese 183 Imker 1094 Bienenvölker. Das sind im Schnitt 6 Völker pro Imker.

Imker bereiten sich auf Besucher vor.

Die Imker vom Imkerverein Friesische Wehde legten ein Arbeitstag am Bienenlehrstand in den Schlosswiesen in Neuenburg an. Am Samstag wurde den Schaugarten neu gestaltet. Neu neues Heidebeet wurde an gelegt, die Kopfweiden beschnitten und Beeteinfassungen erneuert. Der Aufbau des Lehrpfades erfolgt am 22.04.2017. Hier ist dann auch Großreinemachen angesagt, so der Vorsitzender Manfred Koehler. Ab Sonntag den 07.05.2017 ist dann jeweils von 11.30 Uhr bis 12.30 Uhr wieder der Stand für unsere Kleinen und Großen Gästen geöffnet. Bis zum 27.08.2017 sind dann die Imker für ihre Besucher vor. Gruppen außerhalb der Öffnungszeiten, sind herzlich willkommen. Hier ist eine Anmeldung unter 04451 / 85454 teilte der Vorsitzender M. Koehler der Zeitung mit.

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NWZ 03.04.2017

Imkerei: Bienen stocken eifrig Stamm auf

Anna Lisa Oehlmann

Der Imker beklagt, dass die Honigbienen zu dieser Zeit Schwierigkeiten haben, Pollen zu finden. Es gäbe zu wenig tragende Bäume und Sträucher.

Varel/Dangastermoor Es summt überall auf dem Grundstück in Dangastermoor. Die Bienen tragen eifrig die gelben Pollen in ihren Stock. Elf Bienenkörbe stehen dort neben einander aufgereiht. Sie gehören zu Amir Hajikhodaverdikhan.
Der 57-jährige Vareler ist seit über zehn Jahren Imker. Derzeit beobachtet er seine 15 Bienenvölker dabei, wie sie rasant wachsen. Momentan seien es um die 10 000 Bienen, der Bestand wachse bis zum Sommer auf 60 000 bis 75 000 Bienen pro Volk.
Amir Hajikhodaverdikhan nimmt einen Spachtel in die Hand. Vorsichtig löst er den klebrigen Rahmen mit den unzähligen Waben aus dem Stock. „Hier sind schon kleine Larven zu sehen“, sagt er und zeigt auf eine Wabe, in der ein kleiner weißer Kringel zu sehen ist. Die neuen Larven und die ausgewachsenen Bienen ernähren sich von Nektar und Pollen, doch diese würden immer weniger, beklagt das Mitglied des Imkervereins Friesische Wehde.
Hajikhodaverdikhan ist mit Bienen aufgewachsen. Während seiner Jugend im Iran hatte sein Onkel einige Völker. Seit 1986 lebt Hajikhodaverdikhan in Varel und betreibt dort in der Innenstadt ein Teppichgeschäft. Als er einen Imker kennen lernte, war sein Interesse geweckt. „Er hat mich motiviert, mir auch Honigbienen anzuschaffen“, erklärt er.

Über den Imkerverein machte er eine Schulung, die ihn befähigt, sich um eigene Völker zu kümmern.
Bis zu 15 Völker besitze er in der Regel. Vorletzten Winter hatte den Imkern die Varoa-Milbe zu schaffen gemacht und teilweise bis zu 70 Prozent der Völker ausgelöscht. In diesem Winter sei die Überlebensrate deutlich höher gewesen.
„Seit Jahren beobachten wir, dass in unserer Umgebung die Pollen tragenden Bäume und Büsche am Rande der Stadt Varel vorzeitig reduziert werden“, sagt der Vareler. Besonders in Büppel am Flachsweg und an der Leke habe er das feststellen können. Er wünsche sich, dass dass die Pflanzen erst nach der Blüte zurückgeschnitten würden, so der passionierte Imker. „Es macht mich wirklich traurig, wenn ich sehe, wie die Weiden hier zum Teil beschnitten werden“, sagt Hajikhodaverdikhan. Auch der Einsatz von Pestiziden auf den Feldern oder im Garten ärgere ihn.
„Ich wünsche mir, dass die Menschen bewusster mit der Natur umgehen“, sagt er. Sonst würde es bald gar keine Bienen und keinen guten Honig mehr geben, so der Beauftragte für den Schutz von Wespen und Hornissen.

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Imker aus Leidenschaft: Amir Hajikhodaverdikhan kümmert sich um 15 Völker mit Honigbienen.

Bild: Anna Lisa Oehlmann

Nach den Osterferien gabt es viel zu tun am Bienenstand.

Die Imker AG der Pestalozzischule hatte nach den Osterferien alle Hände voll zu erledigen. Die Kinderstube der Bienenvölker wurden gereinigt. Neue Mittelwände eingehängt und der Honigraum aufgesetzt. Die Imkerzeit hat begonnen! Etwas später wie in den Vorjahren und mit schwächeren Völkern.

Das Wetter hat nicht mitgespielt so Manfred Koehler vom Imkerverein Friesische – Wehde, der die AG betreut. Ein Teil der Trachtbienen ist ausgeflogen zum Pollen und Nektarsammel und wurden von der Kälte überrascht. Sie haben den Heimweg nicht wieder geschafft. Die Königin geht ohne Trachteinbringen und Pollenversorgung von außen nicht in die Eiablage.

Somit werden die schwachen Völker erklärt. Jetzt hoffen die Schüler auf besseres Wetter um im Juni auch volle Honigtöpfe zu bekommen.

Wöchentlich nehmen die Schüler an die Imker AG mit Begeisterung teil. Einige trauen sich sogar ohne Schutz vor Bienenstiche an die Bienenvölker. Es ist aber auch ein Zuchtziel so Koehler Sanftmütige Bienen zu Züchten und die auf den Warben sitzen bleiben, wen daran gearbeitet wird. Wichtig ist nur keine hektische Bewegung vor den Beuten, sonst könnte es doch zu einem „Bienenstich“ kommen. Das haben die Schüler aber sehr schnell festgestellt. 6  Schüler mit Frau Hüsken als Lehrkraft, nehmen an der Bienen AG teil.

Bericht M. Köhler

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Imker beteiligten sich an Ferienprogramme aus mehreren Gemeinden.

Die Imker vom Imkerverein Friesische Wehde konnten am 10.07.2017 die „Ferienprogammkinder“ aus Wiesmoor und am 18.07.2017 die Kinder aus Bockhorn begrüßen. Am 20.07.2017 waren die jungen Gäste aus Zetel am Bienenlehrstand in Neuenburg zu Gast. Nach einer jeweils eineinhalb stündige Führung, mit dem 1. VorsitzendenM. Koehler und einen Besuch bei der Bienenkönigin, konnten zum Schluss noch viele Fragen geklärt werden. Alle Gäste erhielten im Anschluss Informationsmaterial zur Bienenhaltung, Rezeptanleitung zum Backen und Kochen, Malbücher, Luftballon und eine Honigprobe direkt aus einem Bienenstock. Manfred Koehler erhofft sich, viele der jungen Besucher einmal als Jungimker wieder begrüßen zu können.  
Bericht M. Köhler

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Imkerei: NWZ 04.09.2017

„Ohne Bienen gäbe es uns nicht“

Wolfgang Müller

Viele junge Leute wollen selbst Bienen halten und ihren eigenen Honig produzieren. „Das ist für mich keine Modeerscheinung, das ist Faszination“, sagt die Imkerin Wiebke Theilen.

Varel Imkern wird immer beliebter – nicht nur in Städten, sondern auch im ländlichen Raum. Als „Hipster“ würde sich Wiebke Theilen aus Büppel dennoch nicht bezeichnen: „Das ist für mich keine Modeerscheinung, das ist Faszination.“ Dabei herrscht die 44-jährige Sparkassen-Filialleiterin noch gar nicht so lange über ihre inzwischen drei Bienenvölker. Im März ist sie dem Imker-Verein Friesische Wehde beigetreten, animiert durch ihre beiden Kinder, die in der Grundschule Büppel schon in der Imker-AG aktiv waren – und keine Ruhe gaben, bis sich die Familie entschloss, sich ein Volk zuzulegen.

 „Aber nur, wenn alle mitmachen“, war die Bedingung, bevor sich Wiebke Theilen an den Verein wandte. Der vermittelte ihr gleich das erste Bienenvolk. Beim „Sprung ins kalte Wasser“ half Manfred Koehler. Ihr „Imker-Vater“, zugleich erster Vorsitzender im Wehde-Verein und auch Kreisvorsitzender in Friesland/Wilhelmshaven, stellte den Bienenkorb in Streek auf, gleich neben seinen eigenen Völkern. Direkt vor Ort und bei den regelmäßigen Treffen des Vereins in jedem Monat erhielt Wiebke Theilen „Unterricht“ über die Bienen, die Zucht und die Honigernte bis zur Verarbeitung. „Aber ich weiß noch längst nicht alles“, gibt sie zu. „Ich auch nicht“, fügt Manfred Koehler hinzu, obwohl er seit fast 50 Jahren imkert: „Aber jedes Bienenjahr ist anders, man erfährt immer wieder etwas Neues.“

Die Neu-Imkerin hat in kürzester Zeit nicht nur theoretische und praktische Erfahrungen gesammelt, sie hat vor allem die Bienen lieben gelernt: „Es ist faszinierend, wie sie ihren Staat organisieren – der Mensch schafft das in seiner Welt nicht.“ Und es ist auch ein Hobby, das entspannt und entschleunigt: „Man wird ruhiger – Bienen vertragen keine Hektik.“ Außerdem geht der Imker mit ganz anderem Blick durch die Natur: „Wo finden die Bienen was?“, fragt sich Koehler bei seinen Spaziergängen. Und Wiebke Theilen weiß, dass sie noch viel über Botanik lernen muss.

Etwa 400 Euro hat die Büppeler Familie in die Erstausstattung investiert: In den Bienenstock mit Rahmen, Mittelwänden und Stockwerken, den Stockmeißel zum Ausheben der Waben, den Smoker (Pfeife) und Schutzanzüge für Mutter, Vater und die beiden Kinder. Das erste Volk gab’s gratis vom Verein. Zwar kann der Honig später einen kleinen Erlös bringen, „aber reich werden kann man damit nicht“, wissen die Imker. Und das hat auch Wiebke Theilen nicht im Sinn: „Das muss Spaß machen, das ist ein Hobby und ein Ehrenamt.“

Gleichzeitig dient es der Natur: „Bienen sind für 76 Prozent der Bestäubung aller Pflanzen verantwortlich“, weiß Manfred Koehler. Und für Wiebke Theilen ist klar: „Ohne Bienen würde es uns alle nicht mehr geben.“

 

Mehr als 1000 Bienenvölker im Kreisverband

91 Imker hat der Verein Friesische Wehde, die Mitglieder betreuen 550 Völker. Weitere 10 Imker mit etwa 50 Völkern gehören dem Vareler Verein an. Im Kreisverband Friesland/Wilhelmshaven sind es 190 Imker mit 1100 Völkern – „bei steigender Tendenz“, so Manfred Koehler.

Der zeitliche Aufwand beträgt in etwa eine halbe Stunde pro Volk und pro Woche, dazu ein Tag zum Abschleudern. Im Winter folgt die Endbehandlung.

Der Imkerverein Friesische Wehde bietet monatliche Treffen an: zum Erfahrungsaustausch und auch zur Schulung junger Imker. Diese Schulungen werden übrigens auch von der Landwirtschaftskammer gefördert.

NWZ 04_09_2017 Bienen

Lernen bei der Bienenzucht und -Haltung nie aus: Vorsitzender und Imker-Vater Manfed Koehler und Neu-Imkerin Wiebke Theilen.

Bild: Wolfgang Müller

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