More than Honey

Am 01.03.2013, 2.03.2013 und am 3.03.2013 haben die Imker der Friesische Wehde, der BUND und der Verein  Zeli – Zetel gemeinsam den Film „More than Honey“ vorgeführt. Überwältigende Nahaufnahmen von Bienen, bei ihrer Arbeit die Bestäubung der Trachtpflanzen und bei ihrem Lebensablauf im Bienestock haben dem Publikum in Atem gehalten. Gleichzeitig wurde auf das Problem Bienensterben mit unfassbaren Bildern gezeigt. Mehr als 200 Besucher konnten Uwe Voigt vom BUND und Manfred Koehler vom Imkerverein Friesische - Wehde persönlich begrüßen. Im Vorraum des Kino Zeli – Zetel hatten beide Vereine einen Informationstand aufgebaut. Nach der Vorstellung wurden fragen zur Bienenhaltung und über das Massenstreben der Bienenvölker durch Monokultur und durch den Einsatz von Spritzmittel in einem hohen Maße diskutiert. 

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Imker für den Naturschutz im Einsatz

Samstag 09. März 2013

Die Imker der Friesischen Wehde haben sich zum gemeinsamen Putztag in den Schlosswiesen getroffen. Der Lehrstand wurde gereinigt, die Hinweisschilder aufgestellt und die Remise wieder neu dekoriert und bestückt mit altem und neuen Handwerkzeug der Imker. Wilhelm Renken, Stefan Cibis und Egon Damrau haben zwei Eulenkästen montiert. Alle sind gespannt ob die neue „Wohnung“ wohl noch in diesem Jahr angenommen wird. Weitere Mitglieder führten den Pflegeschnitt der Kopfweiden durch. Nach getaner Arbeit wurde sich gemeinsam in den Räumen des Schaustandes gestärkt. Ilse Endjer und M.Koehler sorgen für ein gemeinsames zweites Frühstück. Ein Vorbild, und zur Nachahmung im Rahmen des Naturschutzes. Nur das Wetter zeigte sich nicht von der besten Seite. Jetzt können die Besucher kommen!

 

Putztag der Imker 09. März 2013 006
Putztag der Imker 09. März 2013 002

14.06.2013 NWZ, Bericht von Dagmar De Levie

Spritzmittel Gift für Gehirn der Bienen

Imkerverein setzt sich für Lebensräume der Tiere ein – Führungen auf Lehrpfad

Er ist seit 1968 Imker. Deshalb kennt sich Manfred Köhler mit den Freuden, aber auch mit den Problemen der Bienenzucht aus.
Dass Bienen es gerade in dieser Zeit schwer haben, ist nicht nur ein überregionales Problem, sondern auch im
Imkerverein Friesische Wehde bestens bekannt. „Das liegt an den Monokulturen, beim Mais fehlen die Wildwiesenstreifen“, sagt Manfred Köhler, Vorsitzender des Vereins und Kreisvorsitzender des Imkerverbandes Friesland/Wilhelmshaven und fährt fort: „Die für Mais und Raps verwendeten Spritzmittel sind reines Gift für die Tiere und wirken bei ihnen auf das Gehirn ein. Sie verfliegen sich und finden nicht mehr zurück.“
Und schließlich ist da noch die aus China eingeschleppte Varroa-Milbe.“ Sie wütet in Bienenvölkern, so dass der Nachwuchs verstümmelte Flügel hat und früh stirbt. „Es werden immer mehr kleine Vorgärten mit Kies oder Häcksel ausgestreut, so dass die Bienen auch hier nichts finden“, hat Köhler beobachtet. In diesem Frühjahr habe es wenig Nahrung für die Tiere gegeben, es sei zu kalt gewesen. „Dann kommt das Volk nicht in Schwung.“
Auch in Kenntnis all dieser Probleme engagieren sich die Mitglieder des Imkervereins ganz besonders für ihren Bienenlehrpfad auf den Schlosswiesen in Neuenburg. Zwischen Mai und September bieten sie hier sonntags kostenlose Führungen an, die besonders von Urlaubern aber auch Einheimischen gern in Anspruch genommen werden. Schulklassen, Kindergärten und Gruppen können bei Manfred Köhler, Telefon 04451/85454, auch andere Termine buchen.
Auf dem weitläufigen Gelände errichteten die Imker mit finanzieller Förderung unter anderem der Gemeinde Zetel – „Sie unterstützt uns immer ganz besonders“ – eine Lehr- und Schaustatt ein, in der sich eine Sammlung von 20 Bienenkörben findet. „Außerdem können wir hier die Nester von 15 Wildbienenvölkern zeigen, darunter die von Erdwespen und Hornissen“, erläutert Manfred Köhler, denn er und seine „Kollegen“ sind auch unterwegs, wenn sie von Bürgern gebeten werden, Wildbienen umzusetzen. Der Landkreis Friesland hat ihnen für solche Aktionen verschiedene Flächen zur Verfügung gestellt. Und auch zahlreiche weitere Ausstellungsstücke kann der Verein in diesem Holzbau zeigen. Das gilt auch für eine Remise in unmittelbarer Nähe, in der sich historische Sammlerstücke befinden. Hier gibt es auch Beete, die die idealen Bedingungen für Bienen demonstrieren sollen.
„Wir empfehlen immer heimische Pflanzen, die blühen. Eine Auswahl kann man in Katalogen finden.“ Eine Beobachtung hat Köhler bei den Tieren auch gemacht: „Alkohol, Schwitzen und Parfüm können Bienen überhaupt nicht ab.“
Und dann geht es mit dem Experten auf den Lehrpfad, der seinen Besuchern einen faszinierenden Einblick in die Welt der Bienen zeigt. Hier betreut der Verein eigens angelegte Streuobstwiesen und pflegt Kopfweiden, hier gibt es einen Teich mit Kröten, Stichlingen und Molchen, hier haben die Mitglieder 20 Nistkästen und zwei Eulenröhren aufgehängt.
Der 65-jährige Naturliebhaber Köhler, der Arbeitsgemeinschaften an der
Pestalozzischule und der Grundschule Büppel betreut, verweist aber auch auf ein Problem, mit dem Imker und die Gemeinde zu kämpfen haben: Die sieben großen Schautafeln, auf denen interessante Einzelheiten über die Bienen und ihre enormen Leistungen dargestellt werden, wurden mit Farbe besprüht. In einem Fall konnten die Täter ermittelt werden, was aber nichts daran ändert, dass die Schautafeln – immerhin 250 Euro pro Stück – ersetzt werden müssen. „Vandalismus macht auch vor uns nicht Halt“, bedauert der Imker.

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Manfred Köhler ist unterwegs auf dem Bienenlehrpfad in Neuenburg. Bild: Dagmar de Levie

08.07.2013 NWZ, Bericht von Gösta Berwing

Tag Der Imkerei

Großes Interesse an kleinen Tieren

Bienenstich und viele Informationen bei den Schlosswiesen

Die Besucher bekamen Bienenvölker zu sehen, ihre Nahrungspflanzen und eine Ausstellung mit altem Handwerkszeug. Auch Honig in vielen Variationen wurde angeboten.

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Marnfred Köhler präsentiert beim Tag der offenen Tür beim Bienen-Lehrpfad eine Bienenwabe. Bild: Gösta Berwing

NeuenburgZum bundesweiten „Tag der Imkerei“ am Sonntag hatte der Imkerverein Friesische Wehde zu einem Tag der offenen Tür eingeladen. Beim Vereinsgelände mit Bienenlehrpfad auf den Schlosswiesen zeigten die Hobbybienenzüchter mehrere Bienenvölker, deren Nahrungspflanzen und eine Ausstellung mit über 300 Jahre altem Handwerkszeug der Imker. Einige Händler boten Produkte an.
So gab es Kuchen mit selbstgeerntetem Honig, Kräutertee mit Honig und natürlich Bienenstich. Auch Informationen gab es reichlich vom Vorsitzenden des Imkervereins
Manfred Köhler und seinem Stellvertreter Amir Hajikhodaverdi.
Sie betonten, dass Bienen nicht nur für wertvollen Honig sorgen, sondern vor allem als emsige Bestäuber von Nutz- und Wildpflanzen eine bedeutende Rolle einnehmen. Reiche Ernten, üppiges Wachstum und natürliche Artenvielfalt hängen stark von Bienen ab. Rund 80 Prozent der heimischen Nutz- und Wildpflanzen sind auf die Honigbienen als Bestäuber angewiesen. Damit nimmt die Honigbiene den dritten Platz der wichtigsten Nutztiere hinter Rind und Schwein ein.
Auf diese Bedeutung der kleinen Tierchen wiesen die Vereinsmitglieder Ilse Endjer,
Stefan Cibis und Alfred Ehben hin. Weiter berichteten sie, dass Arbeitsbienen für 500 Gramm Honig rund 40 000mal ausfliegen müssen und dabei eine Flugstrecke von rund 120 000 Kilometer zurücklegen. An guten Tagen können die Sammlerinnen eines Volkes mehrere Kilogramm Blütennektar einfliegen.
Zu schaffen macht den Imkern die zunehmende Monokultur in der Landwirtschaft. Deshalb finden sie es gut, dass immer mehr Landwirte die Bienenweidepflanze Silphie als Maisersatz zur Energiegewinnung anbauen.
In der Friesischen Wehde gibt es 56 Imker mit rund 450 Bienenvölkern, wobei jedes Volk aus bis zu 80 000 Tieren besteht. Pro Volk wird eine jährliche Ernte von 20 Kilo erwartet, dennoch sind nur 20 Prozent des in Deutschland vermarkteten Honigs aus heimischer Produktion.
Wer den Tag der offenen Tür versäumt hat, kann jeden Sonntag von 10.30 bis 12.30 Uhr einen Imker bei den Schlosswiesen antreffen.

NWZ 01.08.2013

Kinder lernen das Leben im Bienenstock kennen

Imkerverein Friesische Wehde engagiert sich auch in den Sommerferien

NeuenburgDer Imkerverein Friesische Wehde hat mit seinem Ferienprogramm vier Gruppen aus Zetel und Bockhorn in den Schlosswiesen in Neuenburg begrüßen können. Wissenswertes über das Leben und Treiben „Rund um die Biene“ waren das Thema auf dem Lehrstand. Der Vorsitzende Manfred Koehler konnte den kleinen Besuchern auf spannende Weise das Leben im Bienenstock darbieten. Gerade die Wichtigkeit, das Bestäuben der Pflanzenwelt, war für Koehler ein wichtiger Baustein der Veranstaltung.

Im Bienengarten konnten die Kinder den Bienen zuschauen und das Sammeln von Nektar und Pollen beobachten. Im Schaukasten lagerten die Bienen dann den Nektar und die Pollen ein. An historische Imkergerätschaften und Bienenbeuten, wie Bienenkörbe aus Stroh, Lagerbeuten und Hinterbehandlungsbeuten wurde den Kindern gezeigt, wie der Imker früher gearbeitet hat.

Nicht nur die Bienen werden für die Bestäubung entlohnt, auch die Teilnehmer wurden mit frischem Nektar direkt aus der Honigwabe belohnt. Zum Abschluss erhielte alle Jungen und Mädchen noch ein wenig Lektüre zur Nachbereitung. Manfred Koehler hofft, aus den Besuchergruppen Nachwuchs für den Imkerverein Friesische Wehde gewinnen zu können. Der Verein steht noch bis zum 1. September jeden Sonntag zwischen 10.30 und 11.30 Uhr allen Besuchern für Fragen aus der Imkerei in den Schlosswiesen zur Verfügung.

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Imker Manfred Köhler hat während der Sommerferien öfter Kindern das Leben im Bienenstock auf dem Gelände der Schlosswiesen in Neuenburg erklärt.
Bild: Imkerverein

[Berichte 2013]